Ein Stück gehen. Und dann noch eines. Während ich durch die Straßen schlendere, sehe ich viel und noch mehr. Verschiedene Gesichter, lachend, verschlafen oder gehetzt. Immer wieder versuche ich, mit den Leuten Blickkontakt aufzunehmen, einfach nur, damit sie merken, dass sie wahrgenommen werden, und nicht nur eine Farbe von vielen sind. Wenn es gelingt, breitet sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus. Es ist ein tolles Gefühl, zu sehen und gleichzeitig gesehen zu werden.
Und wie bringt man andere Personen zum lächeln? Da gibt es wohl verschiedene Möglichkeiten. Kleinigkeiten, die ich ausprobieren will, um so vielen Menschen wie möglich den Tag zu versüßen. Einfach so. Kleine Freuden sind wertvoll. Es reicht schon wenn man in der U-Bahn sitzt und jemanden draußen ansieht. Er schaut zurück und lächelt.
Und dann ist es passiert. In meinem Übermut, habe ich vergessen, was ich eigentlich wollte. Vertieft in die Klänge einer anderen Zeit steigt mir das Wasser in die Augen. Der Zug fährt weiter, Ewigkeit um Ewigkeit. Schräg gegenüber sitzt ein Mann. Ich sehe die Sorgen in seinem Gesicht, als er sieht wie mir Tränen über die Wangen laufen. Es tut mir so leid. Denn es geht mir eigentlich wirklich gut. Es sind nur Erinnerungen.
Lasst mich sofort hier raus!!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen